Der Wald muss sich verändern
Um den Wald fit für morgen zu machen, muss heute gehandelt werden. Pascal Lützelschwab plant daher für den Sissacher Wald Bäume wie Buchen und Fichten durch neue, klimaresistentere Baumarten zu ersetzen. Ein aktuelles Beispiel ist das Waldstück «Isletenrain» unterhalb der Sissacher Fluh. Dieses wurde in den 1970er-Jahren mit Fichten bepflanzt. Zu diesem Zeitpunkt galt die Fichte als sogenannter «Brotbaum», da sie gute Erträge für den Waldeigentümer abwarf. Der Borkenkäfer und die zunehmende Sommertrockenheit haben den Fichten aber stark zugesetzt. «Da die Fichten hier keine Zukunft haben, haben wir uns entschieden, die Bäume heute schon zu fällen und das Waldstück neu zu bepflanzen», sagt Pascal Lützelschwab. Statt auf Monokulturen setzt die Waldeigentümerin Bürgergemeinde Sissach auf Diversifikation. Damit können die Risiken verkleinert werden, sollte eine Baumart in Zukunft von einer Krankheit oder einem Insekt befallen werden. Als Hauptbaumarten für die «Isletenrain» wurde die Traubeneiche und der schneeblättrige Ahorn ausgewählt. Diese sind den klimatischen Bedingungen gewachsen, bieten einen vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Tierarten und sind auch für die Rohstoffproduktion zur Holzgewinnung interessant. Daneben kommen fünf weitere Baumarten zum Einsatz, die mit den veränderten Bedingungen klarkommen und dem Standort angepasst sind.
WaldBeiderBasel und BLKB spannen zusammen
Bei der Neubepflanzung des Waldstücks «Isletenrain» kommt das Projekt «Wald von morgen» zum Tragen. Die BLKB und WaldBeiderBasel lancierten das Projekt im Herbst 2020 gemeinsam, um die Weiterentwicklung und Pflege der Baselbieter Wälder zu unterstützen. In den nächsten Jahren finanziert die BLKB die Pflanzung und Pflege von insgesamt 1000 klimaresistenten Bäumen. Mit dem Zukunftskonto können auch Kundinnen und Kunden einen Beitrag an das Projekt leisten. Mit dieser Unterstützung sollen unsere heimischen Wälder ihre wichtigen Funktionen zum Schutz der Artenvielfalt, als Wasserspeicher, Klimaregulator, Naherholungsgebiet und Kulturlandschaft auch in Zukunft erfüllen können.